Nissans stylische Straßenlampe bringt alte EV-Batterien wieder an die Arbeit - Autos - 2018

Anonim

Autohersteller suchen zunehmend nach Möglichkeiten, sogenannte "Second-Life" -Batterien zu verwenden, die aus Elektrofahrzeugen (EVs) entfernt werden, sobald ihre Speicherkapazität unter ein bestimmtes Niveau fällt.

Obwohl die Lithium-Ionen-Akkus bis zu einem gewissen Grad nicht mehr für den Einsatz im Automobil geeignet sind, verfügen sie oft noch über eine nutzbare Kapazität, so dass Unternehmen verschiedene Anwendungen nutzen können, um ihr Leben zu verlängern.

Nissan, zusammen mit seiner Schwestergesellschaft 4R Energy Corporation, hat diese Woche die "Reborn Light" vorgestellt, eine solarbetriebene Straßenlampe, die alte EV-Batterien von ihrem elektrischen Leaf-Auto nutzt, um überschüssige Energie zu speichern.

Das 4, 2 Meter hohe Licht, das im Vergleich zu herkömmlichen Straßenlampen ein eher auffälliges Design aufweist, hält den Akku in seinem Sockel, während das Solarpanel oben über dem LED-Licht sitzt.

Das System ist netzunabhängig. Wenn also eine Katastrophe wie ein Erdbeben die zentrale Stromversorgung für ein dicht besiedeltes Gebiet zerstört, können die Lichter von Nissan weiterhin hell brennen und den Gemeinden helfen, weiterhin durch die dunklen Nächte durch die Straßen zu navigieren.

Als Teil einer Studie plant der japanische Autohersteller, das Reborn Light in Namie zu installieren, einer Stadt, die durch das Tohoku-Unglück 2011 verwüstet wurde, das die Kernschmelze im nahegelegenen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi beinhaltete.

Sollte sich die Studie als erfolgreich erweisen, glaubt Nissan, dass seine Technologie ein riesiges Potenzial hat, da die Beleuchtung nur der erste Schritt in einer Reihe von möglichen Anwendungen für seine alternden EV-Batterien ist.

"Noch heute leben 17 Prozent der Weltbevölkerung ohne Strom", sagt das Unternehmen auf seiner Website. "Wiederverwertete EV-Batterien und -Lampen haben das Potenzial, das Leben von Menschen in Japan und der Welt zu verändern."

Es fügt hinzu: "Selbst wenn Batterien nicht mehr dazu dienen, Autos anzutreiben, können sie wiedergeboren werden, um den Menschen zu dienen."

Nissan ist keineswegs der einzige Autohersteller, der Gebrauch für ältere EV-Batterien erforscht. BMW baute zum Beispiel mit 2.600 gebrauchten EV-Batteriemodulen aus 100 Autos an einer Ladestation in Hamburg ein 2.8mWh-Speichersystem, das als Energiequelle für Spitzenlastzeiten genutzt werden kann. Und Renault hat sie auch auf seiner so genannten "Smart Island" in Portugal eingesetzt.